im Grenzbereich von …

Musik
Ohren öffnen | »In der Musik sollte es uns genügen, unsere Ohren zu öffnen. Musikalisch gesehen kann alles in unser Ohr eindringen, das für alle Töne offen ist. Nicht nur die Musik, die wir schön finden, sondern auch die Musik, die das Leben selbst ist. Durch die Musik bekommt das Leben eine größere Bedeutung. Man kann aber gut verstehen, dass in einem bestimmten Sinne die Musik aufgegeben werden muss, damit es so ist. Oder zumindest, was wir Musik nennen. Mit der Politik ist es ebenso. Und deshalb spreche ich in der Tat von ›Nicht-Politik‹, so wie man bei mir von ›Nicht-Musik‹ spricht. Es ist das gleiche Problem! Wenn wir akzeptieren, all das außer Acht zu lassen, was sich ›Musik‹ nennt, würde das ganze Leben zu Musik!« John Cage
Film
Film | »Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.« »Wenn sie mich verstanden haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt.« Jean-Luc Godard
Tanz
Augen öffnen | Ohren öffnen | »Es geht nicht um Kunst, auch nicht um bloßes Können. Es geht um das Leben und darum, für das Leben eine Sprache zu finden.« Pina Bausch
Literatur
Zufällige Wortereignisse | »Der Begriff Text reicht auch ästhetisch weiter als der Begriff Literatur. Natürlich ist Literatur immer Text und Text nicht immer Literatur, aber Text liegt tiefer im Horizont des Machens als Literatur. Er verwischt nicht so leicht die Spur der Herstellung, er macht die Halb- und Zwischenformen sichtbarer, er beweist die vielfältigen Stufen der Übergänge und genau auf diesem Umstand beruht seine Funktion der Erweiterung des Begriffs Literatur. Text bezieht immer Literatur ein, reflektiert beständig auf Literatur und was auf Text zutrifft, wird auf Literatur zutreffen: in diesem Ausmaß kann der Begriff der Literatur am Begriff des Textes erwogen werden und ein Phänomen an einer Realität gespiegelt. Was gemacht werden soll, ist Literatur; was gemacht wird, ist Text. Daß auch hier das ästhetische Moment im artistischen eingeschlossen ist und die Kunst nur ein wahrscheinlicher Zustand ist, wenn das Machen den Zufall streift, grenzt das Handwerk gegen die Schöpfung ab.« Max Bense