Ich schreibe, also bin ich | Ausstellung Lesung Klänge

  • Eröffnung:
    21.09.2024, 18.00 Uhr
  • Ort:
    in Haus, Hof und Garten der Byfanger Straße 91, 45257 Essen
  • Dauer:
    bis zum 29.09.2024
  • geöffnet:
    täglich von 15.00 bis 19.00 Uhr

Schreiben bedeutet, Gedanken und Erfahrungen festzuhalten. Schreiben bedeutet die Fähigkeit, Gedanken und Erfahrungen an andere weitergeben zu können. Schreiben bedeutet, Gedanken und Erfahrungen an folgende Generationen weitergeben zu können. Vor tausenden von Jahren entwickelten Menschen Schriftsysteme zu diesen Zwecken.
Schreiben bedeutet, mit sich selbst kommunizieren zu können. Schreiben bedeutet, in der Kommunikation mit sich selbst einen hohen Grad an Abstraktion erreichen zu können.
Schreiben bedeutet, Bilder zu erfinden, die in der Lage sind, Gedanken und Erfahrungen festzuhalten. Gegenständliche Bilder, die die Inhalte der Gedanken unmittelbar zeigen. Bilder von ungeheurer Abstraktion. Schöne Bilder. Häßliche, krakelige Schriften.
Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit Sprache. Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit Schrift. Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit Schrift. Künstlerinnen und Künstler arbeiten über Schrift.
Kunst ist die Weitergabe von Gedanken und Gefühlen zwischen Menschen mit Hilfe von Bildern. Diese Bilder können Schriftbilder sein

›Ich schreibe, also … ‹ mit Arbeiten von

Angelika Janz

Angelika Janz

verwendet in ihrem Werk verschiedene künstlerische Ausdrucksformen, die von Lyrik und Prosa geprägt sind. Bildende Kunst und Texte gehen in einander über und bilden eine Einheit. Gerne arbeitet sie mit Fragment-Texten. »Ein Textfragment wird an den Rändern mit geringstem Buchstabenaufwand sinnfällig neu ›komplettiert‹ …« Viele ihrer künstlerischen Werke lassen sich unter dem Oberbegriff Visuelle Poesie einordnen.
Christian Gnass

Christian Gnass

In der Schule damit begonnen die früh stillgelegten Zechen- und Kokereigebäude seiner kleinen Heimatstadt abzulichten ohne zu ahnen, dass es später mal ein englisches Wort für das Sujet geben wird. Durch die noch rein analoge Lehrlingsarbeit im Architekturbüro geprägt werden Stadtmotive bevorzugt mit Zeichenstiften dargestellt. Statt Instagram-Motiven nachzujagen werden historisch wichtige Orte verarbeitet, an denen niemand für das eine Foto Schlange steht.
Johannes Gramm

Johannes Gramm

Als Bildner ist man in der Lage etwas sichtbar zu machen, es zu zeigen. Also ist für mich der einzige Grund ein Bild zu machen der Wunsch und die Neugierde wissen zu wollen, wie etwas aussieht: Jesus am Strand, ich mit Brüsten und als ramponierter Held, vom Affen gebissen oder anderen Figuren, die ihrem Wunsch nach Freiheit oder Mut Ausdruck geben usw. Das Ganze zeige ich dann anderen Leuten in Ausstellungen und Veranstaltungen und die machen dann damit was sie wollen.
Dirk Hupe

Dirk Hupe

– seine Kunst ist durch die Beschäftigung mit der Schrift geprägt, die sich durch sein gesamtes Werk zieht. Das Erscheinungsbild und die Materialität der Buchstaben sind dabei ebenso wichtig wie der Inhalt des Geschriebenen. Dieser ist zwar bisweilen kaum noch erkennbar, ohne jedoch jemals ganz zu verschwinden. [nach wikipedia]
Karl-Heinz Mauermann

Karl-Heinz Mauermann

arbeitet konzeptionell. Er entwirft Ordnungssysteme für eine chaotische Welt und bedient sich dabei der Bildenden Kunst und ihrer Grenzbereiche zur Literatur und zur Musik. In ›Ich schreibe, also …‹ zeigt er farbige Tuschzeichnungen, in denen Schrift zur Gestaltung von Flächen verwendet wird und gleichzeitig mit ihr Geschichten zum Bild erzählt werden. Er stellt seinen ersten Roman ›Der Nachtrabe‹ in einer Lesung vor.
Hanna Melnykova

Hanna Melnykova

ist eine ukrainische Fotografin. Sie gründete die ›Ukrainian Women Photographers Organization‹. Als Künstlerin erforscht und arbeitet sie mit experimentellen Techniken in der Fotografie. In ›Ich schreibe, also …‹ zeigt sie Gemeinschaftsarbeiten mit Vera Vorneweg.
Matthias Schamp

Matthias Schamp

Beständiges Umschalten ist seine Passion. Dies nennt er Kontext-Hopping. High-Culture & Triviales werden gleichermaßen durchstreift, Praxisfelder und Theorie: Kunst, Literatur, Organisation, Politik, Design, Botanik ... Dahinter steckt eine kulturelle Guerilla-Strategie: Sich nicht festlegen lassen. Mit dem Überraschungsmoment auf der Seite stets unerwarteten Orts erscheinen. Auftauchen, zuschlagen und wieder wegtauchen in die Waldsäume des Ungewissen.
Mira Schumann

Mira Schumann

… auf der Suche nach den verborgenen Geschichten, den ›dahinter liegenden‹ – den anderen – Sichtweisen, dem Nicht-Gesagten, dem im Raum Schwebenden – in den Dingen, den Bildern, den Worten.

Vera Vorneweg

lebt als freie Schriftstellerin und Kunstlerin in Düsseldorf. 2022 erschien ihr Debut ›Kein Wort zurück‹ . Sie arbeitet seit 2020 mit Text im Öffentlichen Raum und beschreibt alternative Flächen wie Stühle, Tische, Steine, Wände, Container. Mit diesen großflächigen sozialen Text-Installationen, in der die passierenden Menschen zu einem Teil des Kunstwerks werden, prägt sie maßgeblich den Bereich der Visuellen und Demokratischen Prosa. In ›Ich schreibe, also …‹ zeigt sie Gemeinschaftsarbeiten mit Hanna Melnykova.
Achim Zepezauer

Achim Zepezauer

ist seit seiner Kindheit von Musik und Kunst gleichermaßen beeinflusst. Das Kunststudium brachte ihn der Musik näher und seit er als Musiker arbeitet, fühlt er sich der Kunst verbunden. Daher suchen seine Arbeiten oft deren Schnittstelle und führen zu Performances, Konzerten oder Installationen. Darüber hinaus kuratiert er experimentelle Konzerte, gestaltet Plattencover, töpfert, macht gelegentlich animierte Kurzfilme. Er moderiert eine Radiosendung. Als Kind wollte er unbedingt Schriftsteller werden.
René Zey

René Zey

Wenn ich schreibe, ziehe ich mich aus der Welt zurück, um ganz bei mir selbst zu sein. Ich sinke dann in meinen Erinnerungen und Empfindungen auf Grund und lasse in einer Art selbst gewählten ›Kapsel‹ die Bilder und Töne kreiseln und tanzen, bis sie sich zu einem neuen Stoff zusammensetzen. Als gedruckte oder vorgelesene Sätze materialisiert sich dann eine Idee und öffnet sich für das Publikum – mit ungewissem Ausgang, ob es gefällt oder missfällt. Was das Schreiben und Interagieren so spannend macht.
EnzymKultur bewegt sich 2024 im Grenzbereich von Bildender Kunst und Literatur.